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Jäger, Sammler, Bauern


Bereits vor mehr als 50.000 Jahren, in der Mittleren und Jüngeren Altsteinzeit, lebten Menschen in der Eifel. Sie hatten jedoch keine festen Siedlungen, sondern schlugen nur für einige Tage ihre Lager auf, um von dort aus Wild zu jagen und Pilze, Kräuter und Beeren zu sammeln: Beides boten ihnen die Eifelwälder in Fülle. Von diesen Jägern und Sammlern haben die Archäologen vor allem Steinwerkzeuge gefunden (Schaber, Kratzer, Stichel, wenige Faustkeile, Pfeilspitzen) und auch einige ihrer Rastplätze (zum Beispiel nördlich von Gerolstein).





Erst vor weniger als 4.000 Jahren, in der Jungstein- und Bronzezeit, ließen sich Menschen auf Dauer in unserem Raum nieder. Sie lebten von Viehhaltung und Ackerbau, die sie von Bauernhöfen aus betrieben. Eine 1996 „Auf dem Gericht“ durchgeführte Grabung förderte außer Flach- und Hügelgräbern auch Gruben und Pfostenlöcher zutage, die zu kleinen Häusern und einem großen Rechteck-bau gehörten und einen solchen Bauernhof gebildet haben können.

Wie diese Bauern und Viehhalter sich nannten und welche Sprache sie hatten, wissen wir nicht. Doch sind sie von der Mosel und vom Rhein her über das Maifeld hierher gekommen und gehören wahrscheinlich zu den Vorfahren der Kelten oder Gallier, die seit dem 5. Jahrhundert vor Christus einen großen Teil Mittel- und Westeuropas besiedelten. Diese Kelten benutzten tönerne Gefäße verschiedener Größe und Verzierungen, die sie selbst herstellten oder von durchziehenden Händlern kauften.





Einige von ihnen besaßen (wahrscheinlich sehr teuren) bronzenen Schmuck und bronzene Waffen, von denen uns aus der westlichen Eifel mehrere schöne Stücke erhalten sind, und zwar als Grabbeigaben vornehmer, das heißt reicher Frauen und Männer.





In der Umgebung von Laufeld hat man keine dieser Bronzegegenstände gefunden, aber auch hier verbrannten die Menschen ihre Toten, sammelten dann ihre Überreste in einem großen Tongefäß, stellten darum kleinere Tongefäße, wahrscheinlich mit Speisen und Getränken gefüllt, und schütteten darüber einen Erdhügel auf. Dieser Brauch hielt sich bis in die Eisenzeit (seit dem 7. Jahrhundert vor Christus). Von da an werden den Toten auch eiserne Gegenstände mitgegeben: Messer, darunter solche zum Rasieren, und Nadeln. Das Eisen kann aus der Gegend von Hillesheim stammen, wo man einen Eisenverhüttungsplatz gefunden hat.